Innervillgraten – ein wunderschöner Platz in Österreich

Es ist ein Ort zum Entspannen. Es ist ein Ort zum Durchatmen. Es ist (m)ein Naturparadies.

Innervillgraten ist ein kleiner Ort in Osttirol, liegt auf einer Seehöhe von 1402m und hat ungefähr 920 Einwohner. Es gehört zur Ferienregion Hochpustertal und wird auf der westlichen und südlichen Seite von Südtirol begrenzt. Aufgrund seiner exponierten Lage ist das Tal erst seit 1956 ganzjährig erreichbar. Das Tal ist im Sommer für Wanderer und im Winter für Skitourengeher ein Paradies.

Ein Bergbauerndorf wo man manchmal das Gefühl hat, dass die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist oder die Uhren einfach anders ticken. Die Menschen sind geerdeter und wirken ausgeglichener, ob es an der guten Luft liegt oder daran, dass hier nicht überall Handy bzw. Internetempfang ist und somit immer etwas digital Detox ist :-), das weiß ich nicht.

Ich komme seit mittlerweile 35 Jahren hierher und für mich ist es ein kleines Juwel. Ich genieße hier die Landschaft, die Berge und das gute Osttiroler Essen.

Apropos Essen. Wir wohnen hier in der Pension Senfter, die von Maria betrieben wird. Bei Maria muss man sich einfach wohlfühlen. Sie versorgt einem mit einem tollen Frühstücksbuffet mit Tiroler Speck, frischem Bauernbrot und selbstgemachten Süßigkeiten und hat immer ein nettes Wort und einen guten Wandertipp parat.

Gleich neben der Pension befindet sich das „Alfons-Stüberl„, dies wird von Marias Bruder Alfons geführt und hier steht Mama Zita, mit ihren über 80 Jahren, noch jeden Tag in der Küche und zaubert die besten „Schlipfkrapfen“ die ich je gegessen habe. Ein Gedicht!

Alfons hat mir erzählt, dass das absolute Bestsellergericht auf der Speisekarte seit jeher das „Villgrater Dreierlei“ ist.

Es besteht aus Käsespätzle, den berühmten Schlipfkrapfen und einem Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan. Ich wähle statt dem Spinatknödel immer ein Käseknödel, da ich das lieber mag. Auch diese Sonderwünsche bringen da niemanden aus der Ruhe. Es wird versucht, auf alle Gästewünsche einzugehen.

Falls ihr mal zu Alfons nach Innervillgraten kommt müsst ihr das unbedingt probieren – meine große Empfehlung!!

Innervillgraten ist umringt von vielen Bergen, von denen man eine wunderschöne Aussicht, zum Beispiel, auf die Dolomiten hat.

Mein Lieblingsberg ist die Riepenspitze, mit einer Höhe von 2.774m zählt sie zu einem der schönsten Aussichtsberge in der Region. Man startet die Wanderung auf der Unterstaller Alm, hier kann man das Auto parken. Von dort weg, geht es aufwärts durch einen Lärchenwald und dann weiter über Latschen- und Almrosenfeldern in vielen Serpentinen bis zum Schwarzsee. Vom See weg, geht es immer ansteigend den Nordostgrat entlang.

Zum Schluss wird es dann noch etwas steiler und felsiger bis man mit einer grandiosen Aussicht belohnt wird. Wir mussten unsere Wanderung leider zwei Mal starten, da uns das erste Mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Es zog ein Gewitter auf und deswegen haben wir die Wanderung beendet und sind wieder Richtung Tal marschiert. Beim zweiten Aufstieg jedoch, haben wir es bis zum Gipfelkreuz geschafft. Die gesamte Gehzeit beträgt ca. 6 Stunden.

Nach dem Abstieg kann man sich auf der Unterstaller Alm mit einer guten Jause belohnen.

Heuer habe ich mir in Innervillgraten das ersten Mal hier ein E- Mountain Bike ausgeliehen. Es gibt hier, gleich neben dem „Alfons – Stüberl“ einen Verleih der von Claudia und Bernhard betrieben wird. Die beiden haben sehr gut gewartete Räder. Ich muss sagen, es macht irre viel Spaß. Ich hätte mit einem „normalen“ Mountain Bike nie so viele Höhenmeter zurücklegen können.

Das E-Bike hat 3 verschiedene Modi aus denen man wählen kann. Wenn man den Eco Modus wählt, dann gibt einem der Motor nur geringe Unterstützung und die Akkulaufzeit ist bei diesem Mode am längsten. Im Trail Modus erhält man schon etwas mehr Hilfe und wenn man möchte, dass man das Gefühl hat, das Rad „schiebt einem an“, dann wählt man „Boost“. Ich habe eine 60km Tour gemacht und es war zwar anstrengend, aber mit einem E- Mountainbike waren die steilen Serpentinen wirklich gut schaffbar.

Falls man im Gelände mit einem Rad nicht so sicher ist, empfiehlt es sich im Tal vorher ein paar Proberunden zu drehen, da das Bergabfahren schon eine Herausforderung ist. Aber wer rauf will, muss auch wieder runter!

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Aufenthalt im wunderschönen Villgratental.

Mein liebes Innervillgraten wir sehen uns sicher wieder nächstes Jahr wieder,

Katja

..denn das Leben ist zu kurz für später!

5 Kommentare zu „Innervillgraten – ein wunderschöner Platz in Österreich“

  1. Das ist aber ein nettes Plätzchen! Die Aussicht über den Schwarzsee ist ein Traum. Eine 60 Kilometer Bike-Tour im Gelände sind – wenn auch mit dem E-Bike – eine stolze Leistung. Schöne Bilder und „Bravo“!
    LG, Roman.

  2. Daniel Schreiner

    Eine hübsche kleine Geschichte aus dem wunderbaren Österreich! Einfach Natur Pur (Ned da Spar)! Und danke für den Tipp bzgl. dem Handynetz. Die Info ist goldwert! 🙂 Definitiv ein sehr guter Reisetipp. Ich freue mich schon auf weitere Berichte. Alles Liebe Daniel

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